Die Friedhofstraße: Muss es wirklich die halbe Million für die Mauer sein?

Die dringend notwendige Sanierung der Friedhofstraße steht an – eine gute Nachricht für alle Anwohner. Doch bei den Plänen, die die Gemeindeführung vorlegt, stoßen wir als ZfG-Fraktion auf erhebliche Mängel in puncto Transparenz und Wirtschaftlichkeit. Im Zentrum der Debatte steht die geplante Erneuerung der alten Friedhofsmauer.

500.000 € für den Status Quo?
Um die Straße zu sanieren, muss die angrenzende Friedhofsmauer erneuert werden. Die Gemeindeführung plant, die Mauer exakt so wiederherzustellen, wie sie ist – und veranschlagt dafür Kosten von rund 500.000 €.
Wir fragen uns: Ist diese immense Summe wirklich alternativlos? Gibt es keine kostengünstigeren, aber dennoch würdigen und sicheren Alternativen, die das historische Bild der Straße erhalten, ohne den Haushalt so stark zu belasten?
Alternativen rudimentär geprüft, Kosten verschleiert
Die ZfG-Fraktion hat im Gemeinderat und in den Gremien stets auf die Prüfung von Alternativen gedrängt. Die Antwort der Gemeindeführung ist lapidar: Es gäbe Alternativen, diese seien geprüft worden.
Allerdings wurden diese Alternativen lediglich rudimentär behandelt. Konkrete Kostenkalkulationen für diese Optionen wurden der Öffentlichkeit und den Fraktionen nie offen gelegt. Dieses Vorgehen schafft kein Vertrauen und verhindert eine transparente, faktenbasierte Entscheidungsfindung.
Fehlende Gutachten und offene Statik-Fragen
Ein weiterer, gravierender Punkt ist die technische Begründung. Laut Aussagen soll ein Gutachten belegen, dass die Mauer einen Teil der Traglast der Straße übernimmt.
  • Das Problem: Dieses entscheidende Gutachten wurde den Mitgliedern der Gremien bis heute nicht vorgelegt.
  • Die Ungewissheit: Es bleibt unklar, ob grundlegende Untersuchungen, wie ein Plattendruckversuch nach DIN 18134, überhaupt durchgeführt wurden, um die Lasten des Baugrunds zweifelsfrei zu klären.
Ohne diese essenziellen Dokumente können wir der Planung nicht zustimmen. Wir agieren hier im Blindflug und riskieren, dass teure Entscheidungen auf unzureichender Grundlage getroffen werden.
Unsere Forderung: Volle Transparenz jetzt!
Die ZfG-Fraktion fordert die Gemeindeführung auf, endlich alle Karten offenzulegen:
  1. Vorlage des Gutachtens: Das statische Gutachten zur Traglast der Mauer muss unverzüglich den Fraktionen und Bürgern zugänglich gemacht werden.
  2. Offenlegung der Alternativkosten: Die Kosten für die angeblich geprüften, alternativen Sanierungsmethoden müssen dargelegt werden.
  3. Wirtschaftlichkeit vor Prestige: Eine ehrliche Diskussion darüber, welche Lösung die beste für die Bürger und den Haushalt von Geiselberg ist.
Wir setzen uns für eine nachhaltige und wirtschaftliche Sanierung der Friedhofstraße ein – aber nur auf Basis von Fakten und voller Transparenz.
(Meinungsbeitrag der ZfG-Fraktion)

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